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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 12,20 € |
12,30 € |
-0,10 € |
-0,81 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007042301 |
704230 |
- € |
- € |
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RHÖN-KLINIKUM kaufen 10.11.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von RHÖN-KLINIKUM (ISIN DE0007042301 / WKN 704230) nach wie vor mit "kaufen" ein.
Im Zuge des weltweiten Abschwungs sei nicht auszuschließen, dass ausbleibende Gewerbesteuerzahlungen Gemeinden bzw. Kommunen stark treffen würden. Kommunen würden es künftig schwerer haben, Verluste abzudecken. Die Zahl der Krankenhäuser mit Verlusten liege bereits bei rund 30% (lt. DKG). Gestiegene Personal- und Sachkosten (vor allem Lebensmittel und Energie) würden besonders belasten. Hinzu komme der jährlich anwachsende Investitionsstau in Höhe von rund 50 Mrd. EUR.
Die für 2009 in Aussicht gestellte Budgetsteigerung in Höhe von 2,5% (Wegfall Sanierungsbeitrag und Anschubfinanzierung für die integrierte Versorgung, höhere Grundlohnsummenveränderungsrate) werde nicht ausreichen, um die gestiegenen Kosten aufzufangen. Hinzu komme der immer noch bestehende Investitionsstau in Höhe von rund 50 Mrd. EUR. Dies dürfte auch 2009 für ein Fortschreiten der Privatisierungswelle in Deutschland sorgen.
Die Zahl der zum Verkauf stehenden Krankenhäuser dürfte in den kommenden zwei Jahren deutlich ansteigen, wodurch sich auch für private Klinikbetreiber, wie RHÖN-KLINIKUM, Chancen ergeben sollten, ihren Marktanteil deutlich auszubauen. RHÖN-KLINIKUM prüfe derzeit mehrere am Markt befindliche Objekte. Die Analysten vom Bankhaus Lampe schließen nicht aus, dass es noch in 2008 zu einer weiteren Akquisition kommt. Neben dem Wachstum mittels Akquisitionen kämen die vielversprechenden Wachstumschancen durch die vom Konzern angestrebte engere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen hinzu.
Das Marktvolumen im deutschen Krankenhaussegment, an dem RHÖN-KLINIKUM mit seinen Häusern partizipiere, liege derzeit bei rund 65 Mrd. EUR. Der Markt der ambulanten Patientenversorgung habe ein Volumen von aktuell weiteren 38,5 Mrd. EUR. Rund 10% bis 12% der heute noch stationär behandelten Patienten würden künftig infolge der steigenden minimal invasiven Behandlungsmethoden etwa ambulant versorgt werden können.
Um diesem Trend gerecht zu werden, strebe die Konzernleitung nun eine engere Verzahnung ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen an, die zudem eine deutliche Effizienzsteigerung, Kostenersparnis (Kosten- sowie Erlössynergien) und eine Verbesserung der Behandlungsqualität für die Patienten mit sich bringen solle. Hierzu passe auch der deutliche Ausbau der MVZ-Kapazitäten (Medizinische Versorgungszentren). Derzeit würden 19 MVZ's mit insgesamt 63 Facharztsitzen zum Konzern gehören. Weitere MVZ-Gründungen seien geplant.
Mit der konzernweiten Einführung der EPA (Elektronischen Patientenakte) bis 2010 solle eine entsprechende Vernetzung zwischen den zum Verbund gehörenden Einrichtungen gewährleistet werden. Hier zeige sich der Konzern aus Sicht der Analysten als Innovationsführer in der Branche. Zudem berge die EPA auch Kosteneinsparpotenzial beispielsweise durch das Vermeiden von Doppeluntersuchungen.
Die neue erweiterte Vorstandsstruktur (gültig ab 01.01.2009) werde auf die integrierte Wachstumsstrategie ausgerichtet. Aus Sicht der Analysten die wichtigste Personalentscheidung sei die Bestellung von Dr. Christoph Straub (47) (Arzt und zuletzt stellvertrender Vorstandsvorsitzender bei der TKK). Er werde den Geschäftsbereich der ambulant-stationären Grund- und Regelversorgung etablieren und die medizinische Entwicklung und das Qualitätsmanagement im Konzernverbund steuern.
2009 erwarte das Management einen Umsatz in Höhe von rund 2,3 Mrd. EUR und ein Nettoergebnis von rund 130 Mio. EUR (plus/minus 5 Mio. EUR). In ihren Schätzungen gehen die Analysten vom Bankhaus Lampe bislang von 129 Mio. EUR aus. Sie sähen RHÖN-KLINIKUM aufgrund der Wachstumschancen, die aus der anhaltenden Privatisierungswelle und der konsequenten Umsetzung des zweistufigen integrierten Versorgungsmodells bieten würden, aber auch aufgrund des defensiven Charakters, unverändert als attraktives Langzeitinvestment.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Aktie von RHÖN-KLINIKUM weiterhin zu kaufen. Das Kursziel sehe man unverändert bei 22 EUR. (Analyse vom 10.11.2008) (10.11.2008/ac/a/d)
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